Donnerstag, 19. Februar 2009

lenkwaffen und sandstrände


Rio.

ziel jedes brasilientouristen. also dachte ich mir, da geh ich doch auch mal hin, mir alles anschauen, sehen wo das mädchen von ipanema wohnt, den tempel der fussballsekte besichtigen, den karieshügel erklimmen, die kleinen pistoleros in den favelas besuchen. ja es gab viel zu tun.

offensichtlich war ich nicht der einzige mit dieser idee, weshalb die meisten hostels schon sehr gut ausgebucht waren.. und da die fläche des staates israel ja bekanntlich am schrumpfen ist, müssen immer mehr einwohner temporär in den rest der welt ausgelagert werden, natürlich immer schön getarnt als "kulturreisende". dies hilft leider auch nicht gerade bei der hostelsuche..

die ersten paar tage liefen unter dem motto: rio im regen. neben einem museumsbesuch lag nicht viel mehr drin. die ausstellung eines brasilianischen fotografen im museu de arte moderna hat sich dennoch sehr gelohnt.
am sonntag kam endlich die sonne zurück und rio zeigte sich endlich von der seite, für welche es aus zig reiseprospekten und filmen berühmt wurde. innerhalb von drei tagen wurde die liste abgearbeitet oder genauer gesagt, ziemlich ausgedünnt. maracaná, jesusberg, copacabana, ipanema, leblon, lapa usw. die zeit reichte schlichtwegs nicht aus. gefallen hat mir die stadt trotzdem sehr gut, aber infiziert vom rio virus wurde ich nicht. vielleicht zu lange in são paulo geblieben.. das eindrücklichste an der stadt ist sicherlich ihre lage zwischen den stränden und buchten, eingebettet von runden hügeln. einmalig!

Mittwoch, 11. Februar 2009

insel mit hügel



als bekennender fan von salvador hatte ich nach ein paar tagen absolut die schnauze voll und wollte nur noch an den strand! dementsprechend herzlich verabschiedet sich auch salvador von mir mit einem wolkenbruch auf dem weg zum hafen und ich natürlich zu fuss unterwegs mit gepäck.. aber nach zwei stunden bootsfahrt strahlte die sonne wieder und ich war angekommen im paradies oder einfach in morro de sao paulo.

ein herziges kleines dorf, wo kein einziges auto fährt und die taxis aus garetten bestehen. fast eine ganze woche blieb ich dort und widmete mich hauptsächlich dem nichtstun und manchmal dem bücherlesen. insgesamt ist die insel ein wenig touristischer als itacaré, was auch seine vorteile hatte. so gab es viele nette restaurants am strand und eine bar auf dem hügel mit einmaligem blick auf den sonnenuntergang.

in einem unternehmungslustigen moment konnte ich mich nach 10jähriger abstinenz wieder mal zu einem tauchgang durchringen. hat sich definitiv gelohnt und machte auch lust auf mehr. naja leider nicht mit dem budget dieser reise vereinbar, sonst müsste ich mich nur mit reis und bohnen begnügen..

viele leute aus argentinien habe ich auch kennengelernt, was mich natürlich immer sehr erfreut, da ich wohl einige später in buenos aires wiedersehe. also eigentlich wurde in morro ja hauptsächlich spanisch gesprochen. habe anscheinend gerade die ferienwochen der porteños erwischt. im sommer seien eher europäer auf der insel. aber wer will sich schon mit europäern abgeben..?

Sonntag, 1. Februar 2009

de schorsch gaggo reist uf afrika







nach itacare machte ich mich auf, das afrikanische herz brasiliens - salvador - zu erkunden. obwohl eigentlich koennte sich afrika ja ein grosses stueck von dieser stadt abschneiden: keine militaerdiktatur seit, aehm gar nie! ok stimmt, gabs doch mal hier in brasilien, aber das waren sicher paulistas und das alles wegen diesem typen, der unbedingt mitten im dschungel seine sandburgenstadt bauen musste. aber das ist eine andere geschichte.

also, salvador je nach zaehlung drittgroesste stadt brasiliens mit einem wunderbaren alten zentrum, von den portugiesen erbaut, also nicht ganz alleine, aber fast.. naja, ein paar "bauarbeiter" lungern hier immer noch rum, und da jetzt ja alles fertig gebaut ist, brauchen sie halt ein bisschen geld zum essen und da kann man ja auch all die komischen leute anquatschen, die hier so herumlaufen.. oder einfach ein wenig ramsch beim chinesen um die ecke bestellen und jeder weiblichen person um den hals haengen - als"geschenk". naja vielleicht sollte nicht alles geld in renovationen gesteckt werden!

oh ja, trommeln ist auch sehr gross hier. in der schweiz wuerde man wohl eher den kindern seiner groessten feinde eine trommelausruestung kaufen, hier aber bekommen sie die kleinen racker von den eigenen eltern oder sonstigen netten "goettis" geschenkt und dann gehts auf in die therapielektionen. nennt sich uebrigens olodum. michael jackson hat auch mal ein lied mit denen aufgenommen, aber das wird wohl eher ein zufall sein.

und wenn sie nicht gestorben sind, trommeln sie noch heute..

itacare


ein bild sagt mehr als tausend worte!
5 tage strand und erholung von der grossstadt.. jeden tag geniales wetter, nettes kleines dorf mit vielen bars und restaurants. frisches kokoswasser am strand direkt aus dem roehrli.. so soll es sein, so soll es bleiben!